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Unser Wochenende in Bremen

06. Februar 2018

Was ist die Zeit doch wieder wie im Fluge vergangen. Vergangenes Wochenende waren wir zum sechsten Mal beim Messe-Saisonstart in Bremen bei der 16. Classic Motorshow dabei und mittlerweile fühlt es sich an wie unser zweites Wohnzimmer. Das liegt sicherlich auch daran, dass unser Stand bei den vergangenen Besuchen seinen festen Platz in Halle 5 hat und viele Gesichter (der insgesamt 40.931 Messegäste) nicht mehr unbekannt sein.

Wir haben viele Flyer und PS.Journale verteilt, zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungseröffnungen beworben und noch mehr Gespräche geführt.  Dabei können wir das Fazit ziehen, dass mehr als 90% der Besucher am Stand den PS.SPEICHER bereits kannten, ihn (mehrfach) besuchten und die Ausstellung als durchaus einzigartig und absolut sehenswert bezeichnet haben. Das war auf jeden Fall ein positives Feedback für uns. Weiterhin konnten wir erkennen, dass die Nutzfahrzeugsammlung im PS.Depot Lkw + Bus ein starkes Zugpferd ist und alle froh und glücklich sind, dass am 31.03. der Startschuss für die Sommersaison fällt.

Am Stand selbst hatten wir aber auch einige Publikumsmagneten stehen. So war als eines von drei Motorrädern die BMW R 51, deren Ursprung im Motorsport lag, mit in Bremen dabei. Mit 20 kg mehr Gewicht als das Vorgängermodell R5 nahm der R 51 Konstrukteur Falkenhausen 1937 mit ihr an der Internationalen Sechstagefahrt in Wales teil und gewann strafpunktfrei eine Goldmedaille. Daraufhin stellte BMW ab 1938 eine neue Modellreihe vor.  Der Motor, ein 500 cm³ Boxermotor mit 24 PS, blieb dabei identisch zum Motor der R5, doch durch die Teleskophinterradfederung erhielt das Motorrad einen wesentlich höheren Fahrkomfort.

Technik und Kunsthandwerk sind nirgends so vereinigt wie bei der Ducati 175 „Dustbin“ Special. Motorraddesigner und -veredler Evan Wilcox modifizierte 1959 eine Einzylinder Ducati Tourismo Speciale mit einer handgemachten Aluminium-Verkleidung und griff tief in den Motor ein. Vorbild für die Konstruktion waren die alten Grand-Prix-Straßenrennmaschinen. Allein der Tank benötigte 50 Stunden Arbeitszeit und lässt erahnen, welche Handwerkskunst in diesem Custom Bike steckt. Diese Kunst erkannten offensichtlich auch unsere Gäste am Stand – war dieses Exponat doch sicher das meist umringte Zweirad am Stand.

Der italienischen Polizei haben wir den Bau der Moto Guzzi die 700er V7 1967 zu verdanken, benötigten die Beamten doch ein zuverlässiges Motorrad. 1970 kreierte Lino Tonti einen ultrakompakten Rahmen für den Einsatz des V7 Motors im Langstreckenrennsport. Das Chassis fand mit der V7 Sport 1971 den Weg in die Serie und wurde so zum Vorreiter aller Moto Guzzi Fahrgestelle der 1970er und 80er Jahre.

Ob es an dem auffälligen Orange gelegen hat oder daran, dass es das einzige Vierrad am Messestand gewesen ist, wissen wir nicht. Was wir aber wissen ist, dass das schnittige Coupé Glas 1700 GT drei Tage lang immer von einer Menschentraube umringt gewesen ist.  Und dabei ist das Automobil nicht nur gutaussehend, sondern mit 100 PS auch leistungsstark. Entworfen und gefertigt wurde die Karosserie von dem italienischen Designer Pietro Frua (Turin), später wagte Glas sogar den Sprung in die USA. Mit 1680 Fahrzeugen ist der Glas 1700 GT nur ein kurzes Intermezzo in der großen deutschen Automobilgeschichte, wenn auch ein Schönes und genau das ist vielleicht der Grund, weshalb BMW das Fahrzeug nach der Übernahme der Hans Glas GmbH im Jahr 1966 noch bis 1968 als BMW 1600 GT weiterbaute.

Das war es an dieser Stelle erst einmal von unserem Ausflug in den Norden nach Bremen. Aber wie gesagt: das war ja nur der Auftakt der neuen Saison. Es wird also in den kommenden Wochen und Monaten noch viel zu berichten geben und wir sind jetzt auch schon so richtig in Fahrt ….