Highlights



Bei einem Besuch im PS.SPEICHER erfahren Sie spannende Geschichten, Hintergründe und Wissenswertes aus über 130 Jahren motorisierter Geschichte. Nachfolgend erhalten Sie einen kleinen Einblick in die Highlights unserer 350 zwei-, drei- und vierrädrigen Fahrzeuge der Dauerausstellung.
 

Hildebrand & Wolfmüller

Leistung: 2,5 PS
V-max: 40 km/h
Bauzeit: 1894 – 1896

Die Hildebrand & Wolfmüller ist das erste zweirädrige motorisierte Fahrzeug, das als „Motorrad“ bezeichnet wird. Auch Serienfertigung und Luftbereifung hatte es bei motorisierten Einspurern zuvor noch nicht gegeben. Das Antriebskonzept mit direkter Kraftübertragung auf das Hinterrad durch die Pleuelstange erinnert an Dampfmaschinen und Lokomotiven. Ihre Unzuverlässigkeit und die große Brandgefahr verhinderten den Markterfolg der Hildebrand & Wolfmüller.
 

Victoria KR I

Leistung: 6,5 PS
V-max: 80 km/h
Bauzeit: 1921 – 1922

Victoria hatte im Ersten Weltkrieg in großen Mengen Fahrräder für das Militär hergestellt. Ab 1919 baute das Unternehmen Motorräder. Gestalterisch hatte die Victoria KR I das britische Motorrad Douglas zum Vorbild. Gute Qualität und der hochwertige BMW-Motor sicherten Victoria schnell einen festen Platz im hart umkämpften Motorradmarkt.
 

Triumph B 254

Leistung: 8,5 PS
V-max: 90 km/h
Bauzeit: 1938 – 1939

Auch Triumph musste angesichts der DKW-Patentrechte für die Umkehrspülung eigene Lösungen entwickeln, um konkurrenzfähige Zweitaktmotoren zu bauen. Die erste Maschine mit der Triumph-eigenen Querstrom-Umkehrspülung war 1936 die B 200, die – angepasst an die geänderten Führerscheinbestimmungen – 1938 zur B 254 wurde.

 

Glas Goggo 200

Leistung: 9,5 PS
V-max: 80 km/h
Bauzeit: 1952 – 1956

Der erste deutsche „Reiseroller“, der auch diese Fahrzeugsparte begründete, war der von der Landmaschinenfabrik Isaria in Dingolfing gebaute Glas „Goggo“-Roller. Mit elektrischem Starter und dem starken ILO-Motor (200 cm.) besaß der Glas Tourenqualitäten.
 

MZ Skorpion Sport

Leistung: 48 PS
V-max: 175 km/h
Bauzeit: 1994 – 1999

Nachdem 1992 ein Entwurf der britischen Designer Seymour und Powell die Aufmerksamkeit des Publikums erregt hatte, erschien 1994 die weniger spektakul.re Serienvariante der MZ Skorpion Sport. Der brave Yamaha-Einzylinder saß in einer sportlichen Umgebung und kämpfte mit dem Fahrzeuggewicht von mehr als 170 kg.
 

Benz Victoria

Leistung: 3 PS
V-max: 20 km/h
Bauzeit: 1893 – 1900

Der begeisterte Fahrradfahrer Carl Benz, der für seinen Patent-Motorwagen Fahrgestellkomponenten und Fertigungstechnologie aus dem Fahrradbau übernommen hatte, musste erkennen, dass die bürgerliche Kundschaft eine pferdelose Kutsche und kein selbstfahrendes Tricycle wünschte. Im Stil vornehmer Kutschen entstand die Benz Victoria als erstes Fahrzeug von Benz & Cie. mit Achsschenkellenkung. Das Exponat befindet sich in unrestauriertem Originalzustand und ist damit weltweit einmalig.
 

Opel P 4

Leistung: 23 PS
V-max: 85 km/h
Bauzeit: 1936 – 1938

In der Form wenig aufregend, aber mit bewährter Technik und effizienter Fertigungstechnologie hatte Opel in den 1930er Jahren das „volkstümlichste“ deutsche Automobil auf den Markt gebracht. Vor allem die Mittelschicht kaufte den zuverlässigen und erschwinglichen Opel P 4. Arbeiter besaßen zu dieser Zeit noch kein Auto.
 

IFA F 9

Leistung: 28 PS
V-max: 110 km/h
Bauzeit: 1950 – 1956

Auch der ostdeutsche IFA F 9 geht auf die DKW-Vorkriegsentwicklung DKW F 9 zurück. Die Produktion des Wagens wurde 1953 von Zwickau in das ehemalige BMW-Werk Eisenach verlegt. Der gezeigte Wagen entstand 1956 – ein Jahr nach Produktionsende – durch privaten Einsatz aus neuen und gebrauchten Bauteilen.
 

Borgward Isabella Cabrio

Leistung: 75 PS
V-max: 150 km/h
Bauzeit: 1957 – 1959

Borgward besetzte mit der gediegenen Mittelklasselimousine Isabella die Marktnische, in der sich später BMW etablieren sollte. Der Konkurs von Borgward hinterließ verstörte Isabella-Freunde, die ihrem wirtschaftswunderlichen Auto ein Leben lang die Treue hielten. Jüngere Fans stießen in den 70er Jahren dazu und begannen ein Netzwerk aufzubauen, das die Bremer Autos bis heute im Gedächtnis und am Leben hält.
 

Fuldamobil S-1

Leistung: 9,5 PS
V-max: 80 km/h
Bauzeit: 1954 – 1955

Für die Elektromaschinenbau Fulda GmbH entwickelte der Tüftler Norbert Stevenson das dreirädrige Fuldamobil. Die ersten Varianten besaßen einen mit Kunstleder bespannten Holzaufbau, der bald durch gehämmertes Leichtmetall ersetzt wurde. 1956 erhielt das Fuldamobil eine Polyesterkarosserie.